Zur Startseite
 

Und? Sind Sie eher verzettelt oder fokussiert?

Sacha Furrer Zoller01.05.2020

»Konzentration ist die Kunst, dort zu sein, wo man ist.» Andreas Tenzer, deutscher Philosoph und Pädagoge

Sie können sich nicht vorstellen, wie unsere Hündin fokussiert ist, wenn sie ein Mausloch findet... Dann sieht und hört sie rein gar nichts mehr! Nicht einmal, wenn die Maus direkt an ihr vorbei läuft...
Carl Newport, ein US-amerikanischer Informatikprofessor, unterscheidet zwischen zwei Arten von Menschen: Solchen, die sich fokussieren können und solchen, die sich ablenken lassen. Er hat auch den Begriff „Deep Work“, eine Arbeit, in die wir uns vertiefen, geprägt. Unter „Deep Work“ versteht er einen Zustand, in dem wir uns auf etwas fokussieren, einer anspruchsvollen Arbeit nachgehen und das Beste aus uns herausholen. Mit dieser Art der Arbeit sei man nicht nur effizient, man erlebe auch ein Gefühl der tiefen Befriedigung.

Spielen Sie? Oder werden Sie gespielt?

Sacha Furrer Zoller01.04.2020

Beim Aufräumen habe ich eine Karte mit einem Spruch von Anthony de Mello (Jesuitenpriester und spiritueller Lehrer, 1931 – 1987) gefunden. Er schreibt, dass wir beim sogenannten Kartenspiel des Lebens nicht auswählen können ob wir spielen oder nicht spielen wollen. Viel mehr geht es darum, dass wir mit den uns zugeteilten Karten so gut wie möglich spielen: „...We are not asked if we will play. That is not an option. Play we must. The option is how.“

Ich finde, das passt wunderbar zur heutigen ver-rückten Zeit. Spiele ich mit den Karten, die mir zugeteilt wurden und wie spiele ich? Warte ich ab, lasse ich mich durch meine Gefühle prägen (z.B. meine Ängste vor dem Verlieren), setze ich auf Risiko, gehe ich strategisch vor, mache ich einfach mal und presche vor, suche ich mir Verbündete oder gebe ich auf?

Seine Sinne bewusst nutzen

Sacha Furrer Zoller01.03.2020

„Der Mensch ist eine Sonne. Seine Sinne sind seine Planeten.“ Novalis.

Der Film „Mein Blind Date mit dem Leben“ erzählt die wahre Geschichte von Saliya Kahawatte. Er ist so gut wie blind, als er in einem 5-Sterne Hotel in München seine Ausbildung zum Hotelier absolviert. Es gelingt ihm, seine Sehbehinderung lange zu verschweigen... Ich fand den Film sehr beeindruckend! Unglaublich wie er sein Ziel – Hotelier zu werden - trotz enormen Widerständen und Rückschlägen verfolgt. Vor allem wenn man davon ausgeht, dass eine gut entwickelte visuelle Wahrnehmung die Voraussetzung ist, um in der Schule bzw. während der Ausbildung erfolgreich zu sein. Unbeschreiblich dieser Mut, dieser Wille, diese Visionskraft und sein Umfeld (Familie und Freunde), welches ihn auf seinem Weg unterstützt. Beeindruckend fand ich auch, wie die anderen Sinne (z.B. sein Gehör) die Funktion seiner Augen „kompensieren“.

Sind Sie auf dem Weg ans Change-Limit?

Sacha Furrer Zoller01.02.2020

„Veränderung ist das Einzige, auf das wir uns wirklich verlassen können.“ Autor unbekannt

Letzte Woche durfte ich an einem spannenden Vortrag von Prof. Dr. Axel Koch zum Thema „Change mich am Arsch – Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter und sich selbst kaputt verändern“ teilnehmen. Es ging unter anderem um die Frage, wie viel Veränderung jemand aushält. Wann ist das Change-Limit erreicht?! Prof. Dr. Axel Koch unterscheidet zwischen dem Veränderungstempo (d.h. der Häufigkeit von Veränderungen, die jemand erlebt) und dem Veränderungsausmass (d.h. wie grundlegend jemand aufgrund der Veränderung umdenken oder sein Verhalten verändern muss). Ab welchem Zeitpunkt eines oder beide Kriterien in den kritischen Bereich abdriften, hängt von der individuellen Grenze ab. Somit erreicht jeder zu einem anderen Zeitpunkt sein Change-Limit.

Wünsche für 2020

Sacha Furrer Zoller01.01.2020

„Es gibt ein erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche.“ Dietrich Bonhoeffer

Bestimmt haben Sie auch viele gute Wünsche für das neue Jahr erhalten: Glücklich, gesund und erfolgreich soll es sein. Ein neues Jahr (Jahrzehnt) voller neuer Träume, neuer Hoffnungen und neuer Chancen...

I N N E H A L T E N

Sacha Furrer Zoller01.12.2019

»Ein kurzes Innehalten kann den Verlauf eines ganzen Tages verändern.» Quelle unbekannt
Letzte Woche musste ich so richtig über mich selbst den Kopf schütteln... Ich habe ein Paket zwecks Retoure auf die Post gebracht und am nächsten Tag stand es wieder vor unserer Haustüre... Vor lauter „schnell, schnell“ habe ich vergessen unsere Adresse zu überkleben... So musste ich das grosse Paket ein 2. Mal zur Post schleppen! Da ist mir wieder bewusst geworden, dass es wirklich sinnvoll sein kann, innezuhalten, durchzuatmen und sich zu überlegen, was der nächste Schritt ist...

Sind Sie begeisterungsfähig?

Sacha Furrer Zoller01.11.2019

„Die Begeisterung des Herzens ist die Quelle jeder großen Unternehmung.“ Guiseppe Mazzini, italienischer Freiheitskämpfer    (1805 – 1872)
Irgendwann, vielleicht Anfang 30?, habe ich eine Liste geschrieben mit den Eigenschaften, die mein zukünftiger Mann mitbringen muss. Ich dachte mir, wenn ich erst einmal klar weiss, was ich suche, dann werde ich wohl auch genau diesen Mann finden... Er sollte u.a. begeisterungsfähig sein, sich mitreissen lassen, die gleichen Dinge toll finden wie ich! Das Gefühl sollte sich in etwa wie neulich am Bahnhof in Basel anfühlen: Ein kleiner Junge im Kinderwagen hat mich immer wieder am Ärmel gezogen, mich mit seinen strahlenden Augen angeschaut, voller Freude auf eine riesiges Plakat (ein bekanntes Ölgemälde von Leonardo da Vinci) gezeigt und immer wieder laut und freudig „Mona Lisa“ gerufen. Er war ausser sich vor Begeisterung. Und diese Begeisterung war so etwas von ansteckend! Unglaublich!

Lifelong learning

Sacha Furrer Zoller01.10.2019

«Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.» Laotse

Dass Weiterbildung – und zwar regelmässig und stetig während dem gesamten Arbeitsleben – notwendig ist, wird immer wieder thematisiert. In diesem Zusammenhang wird oft auch von Arbeitsmarktfähigkeit gesprochen. Diese wird gemäss dem Amt für Wirtschaft und Arbeit wie folgt definiert:

Introvertiert oder extravertiert?

Sacha Furrer Zoller01.09.2019

„Ein Geheimnis des Lebens ist es, Dich ins richtige Licht zu setzen. Für einige bedeutet es das Scheinwerferlicht des Broadways, für andere das Licht ihrer Schreibtischlampe.“ (Susan Cain)

Ich dachte immer ich sei klar extravertiert. Ich komme sehr schnell mit anderen ins Gespräch und interessiere mich für das Gegenüber. Schon als 3jährige nahm ich jeweils meinen roten Schlafsack mit, sodass ich überall auswärts übernachten kann... Heute weiss ich, dass extravertiert sein nicht nur bedeutet, ob man auf andere zu gehen kann oder nicht. Es kann auch aussagen wie man zu Lebensenergie kommt. Das heisst, komme ich zu Energie im Zusammensein mit anderen oder eher beim alleine sein?

Wer bin ich? Und was macht mich einzigartig?

Sacha Furrer Zoller01.08.2019

»Sei du selbst. Alle anderen sind bereits vergeben.» Oscar Wilde

Als es Ende Juni so heiss war, haben wir kurzerhand unser Büro für 3 Tage auf einen Campingplatz direkt neben der Aare verlegt. So habe ich die Zeit genutzt, um meine Füsse in den Fluss zu stecken, und um all die Leute um mich herum zu beobachten... All diese verschiedenen Menschen – wer die wohl sind, was die wohl machen, welche Charaktereigenschaften die wohl auszeichnen?

Lebensmitte - wo stehe ich?

Sacha Furrer Zoller01.07.2019

»Die schwerste Lektion im Leben ist zu entscheiden welche Brücke man benutzen und welche man abbrechen soll.» Autor unbekannt

Neulich lachte jemand und meinte: „Ah, du gehörst auch zum Club der 69er?“ Fast gleichzeitig kam die Einladung zu einem online Kongress mit dem Thema „Wendepunkte Lebensmitte“. Ja, ich oute mich hier... im Herbst werde ich 50 Jahre alt. Somit habe ich meine Lebensmitte ziemlich sicher schon erreicht. Nie hätte ich gedacht, dass diese Zahl doch so einiges bei mir auslöst und (auch) mich dazu einlädt, persönlich Bilanz zu ziehen.

Zeit für Musse

Sacha Furrer Zoller01.06.2019

»...In einem arbeitsreichen Leben gibt es einen Ratschlag, dem niemand widersprechen wird, nämlich: gelegentlich völlig untätig zu sein... ». Sidney Smith (1771 - 1845), englischer Geistlicher, Schriftsteller

Ein Freund von uns hat kürzlich sein Fahrrad am späteren Vormittag in die Reparatur gebracht und war erstaunt darüber, wie viele Leute (auch Junge) gegen 10 Uhr im Kaffee sitzen und Zeit zu haben scheinen. Mein Mann hat ihn gefragt, ob er sich denn auch Zeit für einen Kaffee gegönnt habe... Mal ganz ehrlich - welche innere Stimme hätte bei Ihnen gewonnen? Die eher vernünftige: »Du musst doch noch xy fertig machen... denk doch an die Deadline... » oder die eher verführerische: «Ein wenig Sonnenschein würde dir auch wieder mal gut tun...» oder «Bei einem Kaffee komme ich immer auf gute Ideen...».

Komfortzone - Wachstumszone - Panikraum

Sacha Furrer Zoller01.05.2019

“Wenn du tust, was du immer getan hast, wirst du das bekommen, was du immer bekommen hast.” Paul Watzlawick

Mal ganz ehrlich: Wie lange sitzen Sie schon auf dem bequemen Sofa und langweilen sich? Ist Ihnen bewusst, dass Sie es sich in Ihrer Komfortzone so richtig gemütlich gemacht haben? Und haben Sie eine Ahnung, wie Sie da wieder raus kommen?

Das Komfortzonenmodell, auch 3-Zonen-Modell genannt, stammt aus der Erlebnispädagogik und beschreibt, in welchen Bereichen des Empfindens sich der Mensch bewegt.

In der Komfortzone fühlt sich der Mensch sicher und wohl, da er abschätzen kann, was auf ihn zukommt. Hier kennt er sich aus, d.h. es fällt ihm leicht entsprechende Aufgaben zu bewältigen, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen oder sich in einer bestimmten Umgebung zu bewegen. Diese Zone muss manchmal unfreiwillig aus äusseren Zwängen verlassen werden (z.B. bei einem Jobverlust oder einer Trennung) und manchmal wird sie freiwillig aus Eigeninitiative verlassen (z.B. um einen Lernprozess in Gang zu setzen). Diese Zone steht für Wohlbefinden und Sicherheit.

Werte – woran orientiere ich mich?

Sacha Furrer Zoller01.04.2019

„Wenn du anfängst zu erkennen, worauf es im Leben wirklich ankommt und welche Werte dir wichtig sind, wird es dir schwer fallen, mit Menschen zusammen zu sein, die das nicht tun…“ Quelle unbekannt.

Das Thema „Werte“ kommt in meiner Arbeit als Coach regelmässig vor. Auch an einem unserer Impulsvorträge rund um das Thema Konflikte kam die Frage auf, inwiefern verschiedene Werte zu Konflikten führen können. Dies nennt man auch Wertekonflikt. Viele Coachee kennen Ihre eigenen Werte nicht. Wenn wir dann an diesem Thema arbeiten sind sie erstaunt, dass ihre eigenen Werte einen enormen Einfluss auf ihr Verhalten haben.

P A U S E

Sacha Furrer Zoller01.03.2019

P A U S E ...

STOP!
----------------------------------
BITTE KURZ
DURCHATMEN.
-----------------------------------
LÄCHELN. UND WEITER!

Es ist Sportferien-Zeit und auch wir sind in den Bergen. Da ich mich gerade unheimlich schwer tue mit meinem geplanten Newsletter-Blog-Thema und damit er trotzdem ohne Scherz pünktlich zum 1. April fertig wird, mache ich jetzt erst mal eine  P A U S E ...

Visionen beginnen mit Wünschen

Sacha Furrer Zoller01.02.2019

„Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man strebt, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen.“    Erich Fromm

Es heisst, wer seine Ziele ständig vor Augen hat, kann sie besser erreichen. Welche Vision haben Sie vor Augen?

Zum Glück findet mich das Glück

Sacha Furrer Zoller01.01.2019

Herzlich willkommen im 2019! Neujahr gilt als Sinnbild für Neuanfänge und gute Vorsätze. Das alte Jahr – mit all seinen positiven und weniger erfreulichen Seiten - wird verabschiedet (evtl. nutzt man diese Erfahrungen für die Zukunft ☺).

Man blickt nach vorne. Typische Neujahrsmotive sind Glückssymbole wie Schornstein-feger, Marienkäfer, vierblättrige Kleeblätter und süsse Schweinchen. Schliesslich wünscht man sich ja Glück für das neue Jahr. Auch Alan Berset hat in einem Interview mit dem Migros-Magazin allen Schweizern Glück gewünscht. Ja, aber bitte, was heisst denn Glück?
Platon behauptete, dass der Mensch nur glücklich sein kann, wenn die drei Teile der menschlichen Seele, Vernunft, Wille und Begehren im Gleichgewicht sind. Heute hört man oft die Aussage, jeder ist "seines Glückes eigener Schmied". Es wird davon ausgegangen, dass das Glück ein Zusammenspiel aus bewusst getroffenen Entscheidungen und Zufällen ist.

Zeit der Rituale

Sacha Furrer Zoller01.12.2018

„Rituale sind Inseln der Zuflucht, in denen wir uns wiederfinden können.“ (Autor unbekannt)

Diesen Monat hat mich die Projektarbeit von meinem Sohn zum Thema „Römische Götter und Rituale“ inspiriert. Der Monat Dezember ist für mich der Monat der Rituale. Unter Ritual versteht man u.a. ein wiederholtes, immer gleichbleibendes, regelmäßiges Vorgehen nach einer festgelegten Ordnung. So holen wir Ende November, wenn in Uster der Uster Märt (ein seit über 900 Jahren bestehender Jahrmarkt) stattfindet, die Weihnachtssachen aus dem Keller, schmücken das ganze Haus und basteln unseren eigenen Adventskalender. 


Ein anderes Ritual findet kurz vor Weihnachten statt: Einer unserer Nachbarn (über 90 Jahre alt) lädt alle Bewohner unserer Strasse in seinen Wald ein, um Glühwein zu trinken und Berliner zu essen und die Kinder dürfen einen Weihnachtsbaum aussuchen, welchen wir dann nach Hause geliefert bekommen:

Wann bitte fängt das Leben an?

Sacha Furrer Zoller01.11.2018

Das Leben auf „meiner“ griechischen Insel fängt nach dem Winter mit der Feier der griechischen Ostern an. Bis dann ist alles wieder auf Vordermann gebracht, die Leute kehren aus Athen auf die Insel zurück, die Geschäfte sind wieder geöffnet und plötzlich erwacht die Insel aus ihrem Dornröschenschlaf.

Vor ca. 15 Jahren habe ich mir das Buch mit dem Titel „Wann bitte fängt das Leben an?“ gekauft. Mit Mitte 30 habe ich mir tatsächlich so eine Frage gestellt und mich gefragt, wann mein Leben endlich startet...

Den Mutigen gehört die Welt

Sacha Furrer Zoller01.10.2018

„Gehe Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt.“ Antoine de Saint-Exupéry

Neulich, an einem Anlass fragte der Speaker „Sind Sie mutig?“. Ich wusste gar nicht so recht, ob ich die Hand aufstrecken sollte oder lieber doch nicht. Bin ich mutig? Und wie definiere ich eigentlich Mut?

Wann habe ich mich bisher mutig gezeigt? Als ich mit 16 Jahren für ein Jahr als Austauschschülerin in die USA ging? Als ich mit 21 Jahren meinen ersten Job in München angenommen habe? Braucht es nur für die grossen Dinge Mut?

Sacha Furrer Zoller lic. iur.  |  FurrerZollerConsulting  | Amtsstrasse 3 | CH-8610 Uster | Tel. +41 79 755 74 76 | sf@fz-consulting.ch