Kennst du das, wenn du etwas anschaust und es plötzlich ganz anders wirkt als sonst? Nicht, weil sich das Objekt verändert hätte, sondern dein Blickwinkel.
So ging es mir vor ein paar Wochen in Griechenland.
Zum ersten Mal seit 18 Jahren war ich im Herbst dort. Sonst immer im Frühling.
Im Frühling: Aufbruch, Vorfreude, neugierige Gespräche in der Taverne.
Im Herbst: Müdigkeit, geschlossene Türen, leise Melancholie.
Die gleiche Insel und doch ein ganz anderes Empfinden.
Der Taxifahrer meinte: „Hier ist es immer ruhig – im Vergleich zu Mykonos.“
Auch das stimmt. Aus seiner Perspektive.
Diese Erfahrung hat mir wieder gezeigt, wie sehr unsere Wahrnehmung davon abhängt, wo wir stehen. Innerlich wie äusserlich.
Und wie wichtig es ist, immer wieder in die eigene Mitte zurückzufinden,
statt sich von der Stimmung im Aussen tragen (oder erschöpfen) zu lassen.
Wahrnehmungsfähigkeit bedeutet nicht, mehr wahrzunehmen.
Sondern bewusster.
Unsere Energie zu lenken, sie zu dosieren, statt in den Extremen zu leben.
Meraki – das griechische Wort für „etwas mit Seele, Liebe und Hingabe tun“ –
gelingt nur, wenn wir dabei auch mit uns selbst verbunden bleiben.
Dafür hilft eine kleine, aber wirksame Übung aus der Sensitivitätsforschung:
🌀 Fokussiere dich für einen Moment auf eine einzige Sinneswahrnehmung.
Vielleicht den Wind auf deiner Haut. Den Klang deiner Stimme.
Das Licht, das durch ein Gitter fällt.
Diese bewusste Fokussierung reduziert Reizüberflutung.
Und bringt dich zurück in deine Mitte.
So bleibt dein innerer Leuchtturm hell –
auch wenn sich die Perspektive verändert.
kalo mina. Auf einen Monat voller Fokus, Meraki und Balance.


