Die letzten Beeren hängen am Ast. Manche rund und leuchtend, andere haben ihren Saft längst abgegeben. Und doch, jede davon erzählt eine Geschichte.
Der Dezember ist für mich Erntezeit. Kein grosses Feuerwerk, eher ein stilles Hinspüren:
Was durfte wachsen? Wo durfte ich blühen? Wo brauchte es Loslassen?
Zu Beginn des Jahres habe ich euch im kalo mina vom 1. Januar gefragt:
Welche drei Worte sollen euer 2025 prägen?
Jetzt – fast ein Jahr später – frage ich nochmal:
Welche drei Worte haben euer Jahr tatsächlich geprägt?
Meine drei?
Loslassen. Fokus. Sichtbarkeit.
Loslassen von Altem, das keine Zukunft mehr trägt. Fokus auf das, was wesentlich ist. Sichtbarkeit für das, was ich in die Welt bringe.
Dieses Bild erinnert mich daran:
Wir müssen nicht alles tragen. Wir dürfen wählen. Wir dürfen ernten. Und manchmal einfach beobachten, was bleibt und was gehen darf.
Was wird dich im neuen Jahr begleiten?
Welche Qualität soll dich im 2026 stärken, leiten, inspirieren?
Vielleicht Energie, Klarheit, Tiefe. Vielleicht Liebe. Vielleicht Mut.
Ich richte meinen Fokus für die nächsten Monate auf:
RAUM für Entwicklung, für echte Begegnung, für intuitive Führung.
WIRKSAMKEIT, weil innere Stärke erst sichtbar wird, wenn sie gelebt wird.
VERTRAUEN in Intuition, in Timing, in das, was sich zeigen will.
Wenn du magst, dann nimm dir zwei Minuten für dich:
Welche drei Wörter tragen dich weiter?
Was ist reif zur Ernte? Was ist bereit für einen nächsten Schritt?
Und was darf ganz in Ruhe abfallen, wie die letzten Beeren im Winterwind?
Auf ein bewusstes, warmes, nährendes Jahresende.
Und auf alles, was 2026 schon in dir leise anklopft.


