Für mich ist das mehr als ein netter Gruss.
Es ist eine Einladung zur Ausrichtung.
Gerade jetzt.
Denn wenn Dinge nicht klar sind, passiert etwas sehr Menschliches:
Wir beginnen zu interpretieren.
Eine Mail bleibt unbeantwortet.
Im Meeting liegt eine feine Spannung.
Der Chef kommt zur Bürotür herein und etwas wirkt anders als sonst.

Und unser System startet.
Hypothesen.
Annahmen.
Geschichten.
Paul Watzlawick beschreibt das wunderbar in seiner berühmten Geschichte mit dem Hammer:
Ein Mann will sich einen Hammer beim Nachbarn ausleihen.
Auf dem Weg steigert er sich immer mehr hinein: „Was, wenn er ihn mir nicht gibt? Was, wenn er mich sowieso nicht mag?“
Als die Tür aufgeht, fährt er ihn an:
„Behalten Sie doch Ihren blöden Hammer!“
Wir lächeln darüber.
Und erkennen uns wieder.
Wer viel wahrnimmt, hat mehr Informationen im System.
Mehr Zwischentöne.
Mehr Details.
Mehr Kontext.
Das ist eine Stärke.
Aber es kann zwei Wege nehmen.
Reflektiert:
„Ich nehme Spannung wahr. Ich weiss noch nicht, was sie bedeutet.“
Unreflektiert:
„Ich nehme Spannung wahr. Also stimmt etwas nicht. Bestimmt betrifft es mich.“
Der Unterschied liegt nicht in der Sensitivität.
Sondern in der inneren Stabilität.
Erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit ist kein Problem.
Ungeprüfte Interpretation kostet Energie.
Wer viel wahrnimmt, trägt Verantwortung für den Umgang damit.
Nicht jede Spannung ist eine Bedrohung.
Nicht jede Irritation ist ein Angriff.
Und nicht alles, was du spürst, ist deine Aufgabe.
Drei Fragen helfen mir, im reflektierten Modus zu bleiben:
- Was habe ich konkret wahrgenommen, ohne Interpretation?
- Was davon ist Fakt und was ist meine Geschichte darüber?
- Habe ich es geklärt oder denke ich noch darüber nach?
Klarheit entsteht nicht im Kopfkino.
Sie entsteht im Gespräch.
Gerade in der Führung.
Nicht die Realität kostet am meisten Energie.
Sondern die Geschichten, die wir uns über sie erzählen.
Vielleicht wird dieser März ein Monat für weniger Annahmen
und mehr direkte Klärung.
Weniger innere Dramen.
Mehr saubere Gespräche.
Weniger Hypothesen.
Mehr Realität.
Du fragst dich, wie ich dich unterstützen kann?
Mit Sensitive Leadership – im 1:1 Coaching für Führungskräfte und HR-Verantwortliche.
Intuition als strategische Ressource nutzen.
Eigene Energie bewusst steuern.
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Ausblick: Sensitive Leadership – online
In den kommenden Monaten wird Sensitive Leadership auch als Online-Format angeboten.
Ein Raum für Führungskräfte und HR-Verantwortliche,
die ihre erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit bewusst einordnen, schärfen und als strategische Ressource nutzen möchten – jenseits von reinen Checklisten.
Wenn dich das interessiert, schreibe mir.
Ich informiere dich frühzeitig.
Während du das liest, geniesse ich die Weitsicht in den Bergen – bei Schnee und Sonne. Ab dem 9. März bin ich wieder voller Energie für dich da.


